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Begriffe

 

A

Artefakt

Störeffekt im Bild oder Ton, der durch digitale Signalverarbeitung hervorgerufen wird. Artefakte treten insbesondere bei schnellen Bewegungen an Kanten auf, wenn das Bild mit hoher Datenreduktion gespeichert oder übertragen wird.

Austastlücke

Zeitraum, während dem beim Rücklauf des Elektronenstrahls am Ende jeder Fernsehzeile und am Ende eines jedes Halbbildes die Übertragung der Bildmodulation unterbrochen (= "ausgetastet") ist.

B

Breitbildformat

Das neue Fernsehbildformat mit einem Breite-/Höhen-Verhältnis von 16:9. Das bisher gebräuchliche Fernsehbildformat hatte ein Breite-/Höhen-Verhältnis von 4:3 (entsprechend 12:9).

C

CCD Charge Coupled Device

Lichtempfindliche Halbleiter-Bildwandler, die in modernen Amateur-Videokameras wie auch in Profi-Kameras anstelle der früher verwendeten Bildaufnahmeröhre eingesetzt werden.

Chrominanz

Farbsignal bei der (analogen) Fernseh-Übertragung.

CompuServe

Kommerzieller Computer-Informationsdienst ("Online-Dienst")

D

DBS Direct Broadcasting Satellite

Ein direkt-empfangbarer Rundfunksatellit zur Übertragung von Fernseh- und digitalen Hörfunk-Programmen. Seine Sendeleistung ist so ausgelegt, dass er mit vergleichsweise kleinen Parabolspiegel-Antennen "direkt" empfangen werden kann.

Descrambler

Elektronische Vorrichtung im Fernsehgerät (oder als Zusatzgerät zum Fernsehgerät), mit der verschlüsselt oder zerhackt gesendete Signale beim Empfang wieder richtig zusammengefügt werden. Für Pay-TV ist ein funktionstüchtiges Scrambling-/Descrambling-System eine wichtige Voraussetzung. Nur wer eine besondere Gebühr bezahlt, kann die verschlüsselten Bilder empfangen und störungsfrei wiedergeben.

DirecTV

Erstes us-amerikanisches, digitales Satelliten-Fernsehen. Insgesamt zwei Satelliten strahlen seit Juni 1994 bis zu 150 Programme ab, die auf dem gesamten nord-amerikanischen Kontinent "direkt" empfangen werden können.

Display

Ein sehr breit benutzter Begriff für Anzeigevorrichtungen, von einfachen numerischen Anzeigen auf dem Taschenrechner über den Computer-Bildschirm bis zum großen Fernseh-Bildschirm.

D-VHS

Ein auf der VHS-Cassette basiertes System zur Aufzeichnung digitaler Datenströme.

DVB Digital Video Broadcasting

Eine ursprünglich europäische Initiative zur Entwicklung und Standardisierung von digitalen Übertragungsstandards für Fernsehsignale. Mittlerweite ist DVB eine weltweite Projektorganisation mit über 300 Mitgliedern aus allen fünf Kontinenten. Sitz der Organisation ist Genf.

D2-MAC

(MAC =Multiplexed Analogue Components) Übertragungsstandard für Satellitenprogramme, der Anfang der 90er-Jahre die europäischen Fernseh-Standards PAL und SECAM ablösen und eine Brücke zur HDTV-Welt bilden sollte. Farb- und Helligkeits-Informationen werden bei MAC zeitlich nacheinander übertragen. Der Zusatz D2 verweist auf die digitale Übertragung der Tonsignale.

E

Eureka EU95-HDTV

So hieß ein europäisches Forschungs- und Entwicklungsprogramm (im Rahmen von insgesamt mehr als 250 Eureka-Programmen), das für die Entwicklung eines europäischen hochauflösenden Fernseh-Systems (HDTV, Übertragungsstandard HD-MAC) initiiert worden war. Das Projekt wurde 1994 abgeschlossen.

EuroAV

Ein 21poliges Steckersystem, das Fernseh-, Video- und HiFi-Geräte miteinander verbindet. (auch alsSCART bezeichnet).

F

FCC Federal Communications Commission

Oberste Fernmeldebehörde der USA, zuständig u.a. für die Vergabe und Kontrolle von Hörfunk- und Fernseh-Sendefrequenzen.

G

Großflächenflimmern

Das kann bei den in Europa gebräuchlichen PAL- und SECAM-Systemen auftreten, denn sie arbeiten normalerweise mit einer Frequenz von 50 Hz. Dabei werden in jeder Sekunde 50 Halbbilder auf den Bildschirm "geschrieben". Verdoppelt man die Frequenz auf 100 Hz, so verschwindet das Großflächenflimmern vollständig.

H

H.D. High Definition

Seit Jahrzehnten verwendete Bezeichnung für die jeweils nächste Stufe höherer (= besserer) Bildauflösung .

HD-MAC

Ein in Europa - im Rahmen von EUREKA-95 - entwickelter Satelliten-Übertragungsstandard für hochaufgelöste Fernsehbilder mit 1250 Zeilen und 50/100 Hertz Bildfolgefrequenz. Die Einführung von HD-MAC, geplant für die Jahre 1992/93, scheiterte am Mangel geeigneter Wiedergabegeräte.

Hundert-Hertz-Technik

Sie wird zur Vermeidung von Großflächenflimmern eingesetzt. Dazu speichert man das vom Sender übertragene Bild in einem Zwischen-Speicher und liest es mit doppelter Geschwindigkeit, in einer 50stel Sekunde also zweimal aus.

Hyperband

So nennt man einen Frequenzbereich von 300 bis 470 MHz für den Fernsehempfang, der in Kabelanlagen zusätzliche Empfangskanäle erschließt.

I

IC Integrated Circuit

Komplexe elektronische Schaltkreise, bei denen viele tausend Funktionen auf einem Halbleiter-Chip zusammengefasst sind. Der Trend geht zu immer höheren Integrationsgraden bei immer kleineren Strukuren im Submikronbereich.

IDTV Integrated Digital TV

Fernsehgeräte mit eingebautem Empfangsteil für digitale Signale.

IRD Integrated Receiver-Decoder

Zusatzgerät zum Empfang des digitalen Fernsehens. Es wandelt die komprimierten Datenpakete in ein Bildsignal um, das auf einem angeschlossenen Fernsehgerät oder Monitor wiedergegeben werden kann. (auch: Set-Top-Box)

Interleaving

Verschachtelung von Worten eines Datenstroms auf verschiedene (Daten-) Blöcke.

Internet

Verbund von Datennetzwerken in der ganzen Welt.  Geschätzte Teilnehmerzahl mittlerweile über 300 Mio. Entstanden aus einem zunächst militärischen Datennetz, dann von Universitäten genutzt zum Austausch von Forschungsergebnissen, heute offen für Jedermann.

J

JPEG Joint Picture Experts Group

Die Abkürzung bezeichnet auch einen weit verbreiteten Standard zur Datenreduktion für Bilder (Fotos, Standbilder)

L

LC Liquid Cristal

Englische Bezeichnung für Flüssigkristalle.

LCD Liquid Cristal Display

Neue Flüssigkristall-Bildschirm-Technologie, die sich gegenwärtig für flache Bildschirme mit einer Diagonale bis max. 15 Zoll nutzen lässt. Größere Werte sind technisch möglich, aber wirtschaftlich noch nicht sinnvoll.

Luminanz

Helligkeitssignal beim (analogen) Fernsehen.

M

MAC Multiplexed Analogue Components

Familie von eng miteinander verwandten Übertragungssystemen für die Satellitenausstrahlung. Alle MAC-Varianten haben gemeinsam, dass die verschiedenen Komponenten des Fernsehsignals (Helligkeit, Farbe und Ton) getrennt und nacheinander im sogenannten Zeitmultiplex-Verfahren übertragen werden. Die Übertragung des Tonsignals erfolgt digital.

MAZ

Magnetische (Bild-) Aufzeichnung im Fernsehstudio. Dort bezeichnet man auch die Aufzeichnungsmaschinen als "MAZ".

MPEG Motion Picture Experts Group

Die Abkürzung bezeichnet den heute meist verwendeten Standard zur Datenreduktion bewegter (Video-) Bilder. MPEG-2 ist auch Grundlage aller DVB-Standards für das digitale Fernsehen.

N

NAB National Association of Broadcasters

Zusammenschluß von mehr als 1000 Sendeanstalten in den USA. Unter der Bezeichnung NAB-Convention findet auch die Jahresversammlung dieser Vereinigung statt, der wiederum die weltgrößte Ausstellung für Fernsehausrüstungen angeschlossen ist.

NHK

Größte und bedeutendste Sendeanstalt in Japan mit öffentlich-rechtlichem Status, mit eigener Fernsehproduktion und eigenen technischen Laboratorien. NHK ist Mitentwickler und nach wie vor wichtigster Promotor des japanischen HDTV-Systems "Hi-Vision".

Non-Linear (Editing)

Von nicht-linearer Bearbeitung spricht man dann, wenn das Speichermedium kein Band ist (auf dem die Aufzeichnung "linear" hintereinander erfolgt!), sondern beispielsweise ein Video-Server, bei dem jede Szene direkt zugänglich ist (wahlfreier Zugriff).

O

Optical Disc Platte

Zur Datenspeicherung, bei der optische Verfahren, üblicherweise unter Verwendung eines Lasers, Anwendung finden.

P

PAL Phase Alternating Line

In Deutschland entwickeltes, heute noch weitverbreitetes Farbfernsehsystem, das zur besseren Farbstabilität mit Phasenumschaltung von Zeile zu Zeile arbeitet.

PALplus

Ein auf PAL aufbauendes, kompatibles Übertragungssystem, mit dem seit Januar 1994 Programme im Breitbildformat (16:9) auch über terrestrische Sender ausgestrahlt werden können.

Pay-per-View

Neue Programmform, bei der der Teilnehmer Beiträge individuell auswählen kann, diese aber jeweils bezahlen muss.

Pixel

Das kleinste Bildelement auf dem Fernsehbildschirm. Ein Standardfernsehbild in PAL hat etwa 120 000 Pixel.

Positioner

Ein Einstellgerät, das in Verbindung mit der programmierten Steuerung eines Motorantriebs zur Ausrichtung einer Satelliten-Empfangsanlage auf feste, voreinstellbare Positionen benötigt wird.

Q

QAM Quadratur Amplitude Modulation

Modulationsverfahren zur Übertragung digitaler Signale. Wird vorwiegend zur Übertragung im Kabel und in Verbindung mit OFDM für die terrestrische Übertragung eingesetzt.

QPSK Quadratur Phase-Shift Keying

Modulationsverfahren für digitale Signale mit vier um je 90 Grad verschobenen Phasen. Wird bei der Satelliten- und in Verbindung mit der OFDM Technik bei der terrestrischen Übertragung angewandt.

R

Random Access

Wahlfreier Direktzugriff bei digitalen Computer-Speichern

S

SCART

Ein genormtes, 21poliges Verbindungssystem für Fernseh-, Video- und HiFi-Geräte. Der gleiche Stecker ist auch unter der Bezeichnung Euro-AV bekannt.

Scrambling

Verschlüsselung von Pay-TV Programmen, die nur gesehen werden können, wenn der Teilnehmer ein entsprechendes Entschlüsselungsgerät benutzt (siehe auch Descrambler)

SECAM Séquentiel Couleur à Memoire

In Frankreich entwickeltes und in Konkurrenz zu PAL eingeführtes Farbfernsehsystem, das außer in Frankreich in verschiedenen früheren Ostblockländern eingeführt wurde – dort ursprünglich mit der Absicht, den Empfang von PAL-Sendungen zu verhindern bzw. zu erschweren. Deshalb hatte sich auch die ehemalige DDR für ein Secam-System entschieden.

STB Set-Top-Box

Bezeichnung für Empfangsgeräte für das digitale Fernsehen. Es sind Zusatzgeräte, die zur Wiedergabe an ein Fernsehgerät angeschlossen werden - ähnlich wie ein Videorecorder oder ein heute gängiger Satelliten-Receiver. Sie wandeln den komprimierten digitalen Datenstrom wieder in ein Bildsignal um. In vielen Fällen enthält die Set-Top-Box auch noch einen Descrambler, damit verschlüsselte Sendungen empfangen werden können. (siehe auch: Integrated Receiver Decoder)

S-VHS

Ein aus VHS weiterentwickeltes Video- Aufzeichnungsverfahren aus Japan, das eine gegenüber VHS deutlich bessere Bildqualität bietet.

U

UHF Ultra-High Frequencies

Frequenzbereich (470 bis 862 MHz) zur terrestrischen Übertragung von Fernsehprogrammen

V

VHF Very High Frequency

Frequenzbereich (47 bis 300 MHz) zur terrestrischen Übertragung von Fernsehprogrammen (heute nur noch wenig genutzt)

VHS

Ein in Japan entwickeltes Video-Aufzeichnungsverfahren für Heim-Videorecorder. Es ist heute quasi weltweiter Industriestandard im Consumerbereich.

Videokonferenz

Eine spezielle Form der Telekommunikation, bei der Personen an verschiedenen Orten über eine gemeinsame Bild-, Ton- und Datenleitung miteinander kommunizieren können.

VoD Video-on-Demand

Das "Video auf Abruf" ist eine neue Programmform, bei der der Teilnehmer über einen Rückkanal bestimmte Programme anfordern kann. Die Übertragung erfolgt dann gegen Gebühr ( Pay-per-View)

Video-Server

Speicher für digitale Video-Signale, der durch intelligente Zusammenschaltung mehrerer Festplatten-Laufwerke entsteht. Seine Vorzüge gegenüber den bisher üblichen Bandspeichern sind: wahlfreier Dirktzugriff auf beliebige Szenen oder Bilder, Möglichkeit des Parallelzugriffs und hohe Daten-Transfer-Rate.

Vision 1250

Eine 1990 gegründete, europäische wirtschaftliche Interessen- Gemeinschaft der Fernsehindustrie, der Filmproduzenten und der Sendeanstalten, die mit europäischem HDTV-Equipment arbeitet und das Ziel hatte, die europäische HDTV-Produktionsnorm (1250 Zeilen, 50 Hz) populär zu machen.

VK-Netz

Das Videokonferenznetz der Telekom AG.

W

Wide screen

Bildschirm im neuen 16:9 Breitbildformat